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Berühmte Amazonen II
Hippolyta - (von den durchgehenden Pferden oder: die die Pferde befreit) Dies ist wieder - ähnlich dem Caesar - nicht nur ein Name, sondern ein
Herrschertitel, der vor allem den nordtürkischen, den thermodontinischen Königinnen zukam. Wir erinnern uns vor allem an die "Eine mit dem Gürtel", den seinerzeit Freund Herakles stahl. Eine - im Gesamtzusammenhang betrachtet - höchst interessante Geschichte. Die Bestohlene hieß mit richtigem Namen Neptunis und war die Tochter von Otrere. Sie war mit höchster Wahrscheinlichkeit eine Hohepriesterin der Artemis. Ob übrigens Herakles den Gürtel wirklich gestohlen hat, oder ihn als Bote und Zeichen des guten Willens nach Argos zu Admete, der Priesterin der Hera brachte, ist heute umstritten. Es bleibt ein Geheimnis von Neptunis und Herakles. Jedenfalls galt der Gürtel als Sympol der persönlichen Freiheit und "Krone" der Amazonenkönigin. Die meisten Griechen verachteten zu der Zeit das Streben der Frauen nach Selbstständigkeit, Freiheit und Reichtum. Die gesamte Amazonen-Förderation muss ihnen ein Dorn im Auge gewesen sein. Deshalb wurde die Geschichte um Herakles vielleicht auch "umgeschrieben"... Doch auch in der türkischen Region gab es ausreichend männlich orientierte Städte und Stämme, die begehrlich auf die Reichtümer und Frauen der Amazonenstaaten schielten, sie aber andererseits diskreditierten und bekämpften, wann immer es ging. Im zweiten dorischen Krieg ging vieles schief, Hippolyta fiel und einer ihrer Gürtel war für die Dorer Beweis ihres Sieges über die Amazonen. Dennoch fürchteten sie selbst die Gefallene derart, dass sie bei Megara eine Grabstelle mit Tempel für sie bauten. Dieser Platz wurde zu einem klassischen Wallfahrtsort der Antike, nebenbei. Ach ja, auch hier könnte die Story um Herc und Hippo ihren Ursprung haben. Dazu bräuchte es nur einen Autoren, der den Tod der Hippolyta mit Herakles in Verbindung gebracht hat (um die Dorfkriegs-Geschichte etwas aufzupeppen) und schwupps haben wir auch schon den Homerischen Salat.
Hippothoe - (das wendige, oder das flinke Pferd) war eine der Begleiterinnen von Pentthesilea in Troja. sie hat den Krieg überlebt und gründete eine
Sieldung der Amazonen auf den Echinade Inseln
Hypsipyle - (die vom hohen Tor) war eine Kreigern der Pantariste. Es gab jedoch auch eine Hypsipyle im Hohen Rat von Lemnos. Sie geriet in die
Gefangenschaft thrakischer Piraten, entkam ihnen jedoch und wurde Hohepriesterin der Artemis in Nemedia. Der Name symbolisiert den höchsten Punkt, den der Mond auf seiner Wanderung am Himmel einnimmt.
Kleite oder Kleta - (die Großartige, die Angebetete, die Berühmte) ist ein Name, der häufiger in den Amazonengeschichten auftaucht. Wir kennen eine Königin von Kyzicus, die gleichzeitig eine Seherin, Prophetin war. Sie hatte in ihrer Schwester Arisbe eine treue Gehilfin. Kleite war aber auch die Mutter der Penthesilea. Von einem Fluch verfolgt zog sie gen Troja, fand die Stadt aber nur noch zertrümmert und ihre Tochter durch feigen Verrat ermordet vor. Sie kehrte nicht in ihre Heimat zurück, sondern segelte mit ihren Getreuen nach Süditalien und gründete dort eine Stadt. Das Amazonenvolk, dass aus diesem Zug reslutierte, nannte sich Kleitäe.
Kleodäeis - (die unbesiegbare Kriegerin) lebte auf der Insel Lemnos. Ihre Gefechte gegen griechische Piraten sind bis heute im wahrsten Sinne des Wortes "fabelhaft"....
Klito - (die Berufene) war eine der berühmtesten Priesterinnen der Athena. Interessanterweise übte sie ihr Amt mitten in Libyen aus und das wiederum auf einer Insel in einem See nahe Triotonis. Schaut mal, ob ihr Insel und See heute noch findet. Die von uns angesprochene Klito ist die Tochter der Leukippe.
Klymene - (die großartige Macht) ist - der Name deutet es an - die Tochter einer Göttin: Thetis(siehe griechisches Pantheon). Klymene hat während des griechischen Krieges einer Menge Leute das (weg)laufen beigebracht....
Kyme - (die Welle) half bei der Rettung von Menschen, als die Insel Tritonia (Sitz der Gorgonen-Stämme) verwüstet wurde. Im Zusammenhang mit Kyme
sollte man auch den Absatz über die Myrinen/Myrenen lesen, denn das dynamische Trio unterstand direkt der Kämpferin Mitylene (Mond ohne Hörner) lesen. Mit ihren Freundinnen Priene (Königin der Klingen) und Pinana (Mutter der Pinien) half sie bei der Umsiedlung, die alles andere als friedlich vor sich ging. Das lag nicht zuletzt an der Zahl der Flüchtigen und ihrem Schwung, mit dem sie voran wanderten. Überall entstanden zu der Zeit neue patriachaisch orientierte Stämme, die dem Zug feindlich gegenüber standen. Neben Libyen hatte sich ein neu vereinigtes Ägypten als junge Macht etabliert und durch militärische Aktionen zu allerlei Wirbel im Lande gesorgt. Dennoch fanden Kyme und ihre Freundinnen Plätze für neue Städte. Es wurden sogar Münzen aus diesen Orten gefunden, die das Porträt der Kyme zeigen. Selbst von den wilden Kimmeroianern wurde sie als Herrscherin anerkannt, die sich bei Palus Maeotis niedergelassen hatten. Palus war eine Zwingfeste, die gemeinsam von den nordtürkischen und den libyschen Amazonenstämmen gehalten wurden. Diesem Stamm der Kimmeroianer wurden als Freunde der Amazonen unter Griechen besonders wüste Dinge nachgesagt: Unter anderem sollen sie auch bei Tage in ewiger künstlicher Dunkelheit gelebt haben. Wenn wir den Namen betrachten, uns Cimmerier (Schotten) darunter vorstellen und mit ein wenig Phantasiedarüber nachdenken, wie sich diese Bleichhäutigen und Rothaarigen vor der Wüstensonne geschützt haben könnten, finden wir das Feuer, das für den Rauch der Fama sorgte. Übrigens: dieser die Dunkelheit liebende Stamm betete nach dem Glauben der misstrauischen Griechen wohl auf diese Art den Sonnengott an: Apollon und später Herakles.
Lampedo - (die brennende Kerze, Lampe, Fackel) ist ein Name, der in sich eine Verehrung der Artemis verbirgt. Es war nämlich üblich bei Neumond Kerzenmeere zu entzünden. Eine Dame dieses Namens gehörte zu den Gründern und Verteidigern von Ephesus.
Lysippe - (die die Pferde frei lässt) war eine Stammesfürstin in der Region des Schwarzen Meeres. Nach einer verheerenden Naturkatastrophe (Sintflut?) zog sie mit ihren Leuten an die Ufer des Thermodon und gründete dort eine der zentralen Nationen des Amazonenstaates. Sie gilt außerdem als Entdeckerin der Artemis als Göttin der Stämme. Diese starke Frau wurde durch den Selbstmord ihres Sohnes aus der Bahnn geworfen, fing sich aber wieder und ging mit einer gewissen Härte und kriminellen Energie an die Erweiterung und Stabilisierung des Amazonenreiches. Sie war Initiatorin der Stadt Themiskyra und den großen Tempelanlagern der Artemis/Themis und des in den nördlichen Staaten geltenden Amazonen-Rechts. Und nun zu ihrem Namen: Offenbar war es Lysippe, die die Amazonen auch zu einem Reitervolk machte. Von ihr wissen wir jedenfalls, dass sie die ersten registrierten Reitergruppen in ihrer Armee aufnahm und strategisch geschickt einbaute. Lysippe kann von ihren militärischen Fähigkeiten her als die beste Strategin unter den Amazonen bezeichnet werden. Trotz gewisser Schatten bei ihren Eroberungszügen galt Lysippe als extrem gerecht. Die Grundlagen ihrer Justiz sollen einen gewissen Hammurabi inspiriert haben....
Marpesia - (die Diebin) übernahme mit Lampedo und Hippe nach dem Tod der Lysippe das Amazonen-Regiment . Da ihre Vorgängerin weit in die Zukunft gedacht hatte, traf das Damen-Trio kaum auf Probleme in seiner Regierungszeit. Marpesia zog mit Truppen bis an den Kaukasus und gründete dort eine Stadt am Kaspischen Tor. Durch ihre Feldzüge verbreitete sie den Einfluss der Amazonen-Kultur nach Europa, Asien, Thrakien, Syrien und in Kleinasien. Darin wurde sie später allerdings noch durch ihre Tochter Synope übertroffen. Marpesia fiel - wie es einer Kriegerin geziemt - im Kampf. In einer Schlacht gegen asiatische Stämme, die von männlichen Schamanen dominiert wurden.
Melanippe - (das schwarze Pferd, der Rappe) ist die Schwester der Hippolyta. Auch sie hatte kein einfaches Schicksal. Melanippe geriet wäheend der
dorischen Raubzüge in Gefangenschaft und konnte über eine Meuterei sich und ihre Bundesgenossen/sinnen befreien. Ihre Flucht endete in Scythien, wo sie und andere Flüchtlinge neue Städte und Kulturen gründeten. Danach tauchte die Streiterin allerdings wieder bis auf die Zähne gerüstet in den griechischen Kriegen auf und kämpfte mit den amazonenfreundlichen Kräften.
Molpadia - (die Todesmelodie, Lied des Todes) war diejenige, die ihre Königin Antiope vor großer Schmach bewahrte. Als Antiope im Kampf gegen die
Athener schwer verwundet stürzte, und in die Hände des rachsüchtigen Theseus zu fallen drohte, erschoss Mopadia die Monarchin per Pfeil.
Myrine/Myrene - (schnelle Begrenzung) ist die Königin der Gorgon-Amazonen in Nord-Afrika. Dem Mythos nach hatte sie zeitweilig weit über 30000 Kriegerinnen unter ihrem Kommando. Und man beachte: 1. Fast alle waren Reiterinnen. 2. Große Metropolen jener Tage hatten gerade mal eben ca. 10000 Einwohner!! Mit dieser Armee dehnte Myrene der Legende nach das Amazonenreich über ganz Nordafrika aus und wagte sogar einen Vorstoß in Richtung
Atlantis. Hier kommt wieder die sagenumwobene Insel Tritonia ins Gespräch, die wahrscheinlich durch einen Vulkanausbruch zertrümmert
wurde. Vieles deutet darauf hin, dass sie in der Nähe der Kanaren oder Hesperiden gelegen haben muss, oder selbst Teil der Kanarischen Inseln war. Hier könnte dann auch der Kontakt zu den Atlantern stattgefunden haben. Wobei es durchaus auch die Theorie gibt, dass die Amazonen Abkömmlinge der Atlanter gewesen sein könnten. Ihr Stämme tauchten meist aus dem Nichts auf und etablierten irgendwo ihre Städte und Reiche. Dies könnte natürlich auch mit der Evakuierung des Mutterlandes Tritonia nach dem Vulkanausbruch zusammenhängen. Nun wandern wir in der Geschichte und lernen: es muß mehrere Myrenes gegeben haben. Eine von ihnen half bekanntlich Ephesus zu gründen. Sie war nicht nur eine großartige Kriegerin, ihre eigentliche Stärke war die Diplomatie. Ihre meisten Eroberungen erreichte sie durch bloßes Demonstrieren militärischer Stärke und Verhandlungen. Wer immer diese Truppen aufmarschieren sah, hatte kaum Lust, sich mit ihnen anzulegen. Eine andere Myrene zerschlug die Armeen der Scythen und Thraker. Die Skythen wurden später übrigens legendäre Bogenschützen. Die vielen Myrenes (ein Ehrentitel?) etablierten schließlich auf diese Art das Reich, das vom Westen Afrikas bis zum Norden der Türkei weiblich dominiert wurde. Wahrscheinlich ging dieser Einfluss weit über die genannten Grenzen hinaus. Der Stadtname Smyrna erinnert an die Myrenes... In der Erinnerung der männlichen Sagenschreibung bleiben Furien, Gorgonen, weibliche Dämonen und bestenfalls grausame Kriegerinnen voller Tücke... Zeitgenössischen Berichten nach war Myrene - je nach Standpunkt - entweder gerecht und hilfreich oder aber blutgierig und grausam. Die Berichte ihrer angeblichen Schlachter-Funktionen stammen interessanterweise alle aus der Zeit, in der die männlichen Strukturen die Macht übernahmen. Myrenes Reich muss jedoch alles in allem recht beachtlich und vor allem lange Zeit politisch stabil gewesen sein, denn es erregte den Neid der Griechen. Trotz ihrer Bemühungen muss das nordtürkische Amazonenland über 400 Jahre ungefährdet Bestand gehabt haben und ging dann erst in weiteren 100 Jahren permanenter Kriege unter.
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